Freistaat Bayern fördert die Ansiedlung von Ärzten im Ländlichen Raum mit direkten Zuschüssen

Bayern leistet mit Mitteln des Nachtragshaushaltes von 4,5 Millionen EUR in 2012 einen direkten Beitrag zur Sicherung der ärztlichen Versorgung im ländlichen Raum. Mit diesem Förderprogramm werden konkrete Maßnahmen zum Erhalt und zur Verbesserung der ärztlichen Versorgung unterstützt.
Durch einen finanziellen Anreiz soll zum einen die Entscheidung für eine Niederlassung als Hausarzt im ländlichen Raum gefördert und die Praxisgründung erleichtert werden. Eine Niederlassung wird mit einer Niederlassungsprämie von 60.000 Euro unterstützt.
 
Die Niederlassung kann in den Planungsbereichen gefördert werden, in denen eine Unterversorgung mit Hausärzten zu befürchten ist und es nicht gelingt, Ersatz für die Hausärzte zu finden, die heute 60 Jahre und älter sind. Anhand der Versorgungsdaten der Kassenärztlichen Vereinigung Bayern wird dieses Gebiet jährlich neu bestimmt.
 
Um die Förderung in Anspruch nehmen zu können, muss der Hausarzt sich in einem Ort mit maximal 25.000 Einwohnern neu niederlassen; kleinere Gemeinden haben in der Regel größere Probleme mit der Nachbesetzung freier Arztsitze. Voraussetzung für eine Förderung ist, dass der Hausarzt sich verpflichtet, mindestens fünf Jahre einen hausärztlichen Vertragsarztsitz am gewählten Ort zu betreiben.
 
 
In einer zweiten Säule der Förderung können besonders innovative ärztliche Versorgungskonzepte und Praxismodelle gefördert werden, mit denen Ärzte für den ländlichen Raum gewonnen werden können. Die Förderung beträgt dann bis zu 50% oder bis zu 200.000 EURO je Projekt. Die Förderanträge sind beim Bayerischen Gesundheitsministerium zu stellen.

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